Atharvaveda

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Dieser vierte Band der vollständigen Übersetzung aller vier Veden präsentiert den Atharva Veda, ein Korpus von rund 6.000 Versen, die die rein spirituelle Botschaft authentischer Religion übermitteln. Heilige Schriften sind offenbarte Zeugnisse göttlicher Weisheit und beziehen sich auf das Leben im Geiste, nicht mit physischen Erscheinungen in der grobstofflich-materiellen Welt. Aus diesem Grunde ist heute wie zu jeder Zeit göttliche Weisheit (und nicht menschliches Wissen) der Schlüssel zur Entzifferung und angemessenen Übersetzung dieser schriftlichen Schätze. Und vollkommene Weisheit wird, wie die Veden bezeugen, dem Menschen von Gott in der Meditation gegeben.

Während der Rig Veda theoretische Erkenntnisse über die Ziele und Mittel von Religion bietet und in großem Detail die Attribute des Göttlichen, die verschiedenen Arten von göttlichen Offenbarungen und die Identität und Aufgabe des Heiligen erklärt, beschreibt der Atharva Veda ausführlich die Früchte der spirituellen Praxis und die Kennzeichen von spirituellem Fortschritt. Meditation – und damit ist die direkte Kommunion der Seele mit Gott in seinen offenbarten Formen gemeint – hat eine tiefgreifende transformierende Wirkung auf die Seele, indem sie allmählich sämtliche Unreinheiten und Hindernisse für die endgültige Wiedervereinigung mit Gott, Der Quelle und Ursprung der Seele ist, behebt. Der Atharva Veda erhellt den Nutzen der spirituellen Praxis und die Vorteile des Reinigungsprozesses, die deutlich im täglichen Leben spürbar sind, wie etwa Glück, Weisheit, Standhaftigkeit, Vertrauen, Frieden und Harmonie in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Die Veden erklären recht häufig, dass göttliche Offenbarungen dem Bösen oder Übel ein Ende setzen. Es ist Gott selbst, der in seinen manifesten Formen alle lasterhaften und bösen Züge im Gottsucher beseitigt: Gier, Zorn, Bindungen, Sinneslust, Ego, negatives Denken, Aggression, karmische Eindrücke (samskaras) und alles, was sonst noch der Vereinigung der Seele mit Gott im Wege steht. In diesem Zusammenhang wird der Leser nachvollziehen können, warum Gott oder der Heilige manchmal mit einem „Donnerkeil“, einem „Schwert“ oder einer „Axt“ gegen seine „Feinde“ (d.s. die üblen Neigungen) vorgeht. Die Vernichtung richtet sich gegen den Zustand der Sündhaftigkeit und nicht gegen den Sünder. Die Auslöschung des Bösen unter der Aufsicht des Heiligen geschieht sehr gezielt: Jede einzelne Art von göttlicher Manifestation ist spezifisch wirksam gegen bestimmte Arten des Bösen und trägt so zur Befreiung der Seele und zur Wiederherstellung ihres ursprünglichen, reinen Zustands bei. Deshalb werden göttliche Offenbarungen gemäß den jeweiligen Bedürfnissen der individuellen Seele gewährt, abgestimmt auf die spezifische Mischung von negativen Zügen, und nicht jeder Gottsucher wird in seiner Seele die gleichen Formen Gottes erfahren. Das Endergebnis ist jedoch für alle gleich: Das Leben in dieser Welt wird zunehmend leichter und glücklicher, und wenn die Seele des Gottsuchers ihre ursprüngliche Reinheit endlich wieder erlangt hat, ist sie frei, um in Gott aufzugehen und sich endloser Glückseligkeit zu erfreuen.

Möge diese Übersetzung des Atharva Veda sich als eine Quelle der Ermutigung und Kraft für den ergebenen Gottsucher in seinem Streben nach vollkommener Ganzheit und Wiedervereinigung mit Gott erweisen.